Eine private Homepage von Andreas Bartl
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![]() Bauchige Windelschnecke Die Bauchige Windelschnecke (Vertigo moulinsiana DUPUY), ein Winzling unter den einheimischen Landschnecken, trägt ein nur ca. 2,5 mm großes, rötlichbraun gefärbtes, glänzendes Gehäuse. Sie bewohnt Gewächse in der Uferzone von Seen und kalkreiche Sümpfe, vor allem in Niederungen. Tagsüber ruht sie mit zähem Schleim festgeheftet vorzugsweise an den Blattunterseiten von Gräsern, während sie nachts auf Weidegänge geht. Dabei weidet sie die an Seggen usw. schmarotzenden niederen Pilze ab, die ihre ausschließliche Nahrung darstellen. Wie alle Lungenschnecken ist auch die Bauchige Windelschnecke ein Zwitter. Über ihre Biologie und ihr Lebensalter ist jedoch kaum etwas bekannt. Die Art ist in Süd- und Mitteleuropa weit verbreitet, ihre Bestände in Deutschland stellen Relikte aus der nacheiszeitlichen Wärmeperiode dar. Sie ist hier vor allem wegen ihres sehr lokalen Vorkommens und ihrer hohen Ansprüche an den Lebensraum stark gefährdet und durch Biotopzerstörung, z. B. das Trockenlegen von Feuchtgebieten und schilfbestandenen Seen, vielerorts akut vom Aussterben bedroht. |
![]() Flussperlmuschel Die Flussperlmuschel (Gemeinschaftsausgabe mit der tschechischen Post) (Margaritifera margaritifera LINNAEUS) ist in Europa räumlich weit verbreitet. Sie lebt in klaren, nährstoff- und kalkarmen, gut durchströmten Fliessgewässern der Mittelgebirge und Niederungen, wo sie bevorzugt, Feinkies- und Schottergrund besiedelt. Für ihre Entwicklung von einer winzigen Larve zur ausgewachsenen Muschel ist sie auf Wirtstiere (heute ausschließlich Bachforellen, früher auch Lachse, die derzeit in unseren Gewässern wieder angesiedelt werden) angewiesen, in deren Kiemen sie mehrere Monate parasitär lebt. Die Tiere werden erst nach 15-20 Jahren geschlechtsreif und erreichen ein hohes Lebensalter von bis zu 130 Jahren, wobei die mit einer relativ dicken Perlmuttschicht ausgekleideten Schalen bis 15 cm lang werden können. Ihren Namen trägt die Muschel wegen der Fähigkeit, ansehnliche Perlen auszubilden. Da jedoch nur eine von höchstens etwa 1000 Exemplaren eine verwertbare Perle enthält, war die Perlfischerei in früheren Jahrhunderten landesherrliches Regal. Perlräuberei wurde mit der Todesstrafe geahndet. Der Ertrag war immer recht gering und stark schwankend (z. B. in Bayern zwischen 1814 und 1857 nur rund 26.000 Perlen besserer Qualität). Die im 19. Jahrhundert zunehmende Gewässerverschmutzung führte zu einer so starken Reduzierung der Bestände, dass heute in Deutschland nur noch schwache Populationen in einigen Mittelgebirgsregionen und in der Lüneburger Heide existieren. Auch im übrigen Europa hat sich das Vorkommen der Flussperlmuschel um über 95 % verringert. Seit etwa 20 Jahren laufende intensive Bemühungen zur Rettung der letzten Bestände haben das Ziel, ihre natürlichen Lebensräume zu erhalten und zu verbessern. |
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| Joachim Rieß | Hannelore Heise | Ursula Abramowski-Lautenschläger |
| Ausgabeland | Deutschland (BRD) |
| Ausgabetag | 6. Juni 2002 |
| Ausgabeart | Sondermarke |
| Größe in mm: | 43,00 x 25,50 |
| Entwerfer Pwz: | Prof. Günter Jacki, Leonberg |
| Entwerfer Stempel: | Prof. Günter Jacki, Leonberg |
| Papier: | nicht bekannt |
| Druckart: | nicht bekannt |
| Druckort: | nicht bekannt |
| Konfektionierung: | nicht bekannt |
| Anordung PWz: | nicht bekannt |
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