Eine private Homepage von Andreas Bartl
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![]() Anbetung der Hirten Für die Serie wurden Motive aus einem um 1900 gedruckten Krippenausschneidebogen gewählt. Der Bogen befindet sich im Bayerischen Nationalmuseum. Die frühesten gedruckten Ausschneidebögen Anfang des 18. Jahrhunderts waren als Kupferstiche ausgeführt. Die Erfindung der Lithographie 1798 brachte dann einschneidende Veränderungen. Bei gestiegener Druckqualität konnten hohe Auflagen von tausenden Bögen erreicht werden. So waren die Krippenfiguren aus den Ausschneidebögen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts für breite Bevölkerungsschichten eine erschwingliche Alternative zu den geschnitzten oder modellierten Figuren, vor allem mit Einführung der Farblithografie Ende des 19. Jahrhunderts. Die vom Künstler vorgesehene Aufstellung der Krippenfiguren erkennt man auf der Marke: Hier sind zwei anbetende Hirten groß in den Vordergrund gerückt. Ihre orientalisch anmutende Kleidung ist eine typische Darstellung für das 19. Jahrhundert. Es war damals üblich, Landschaft und Personen des heiligen Landes möglichst originalgetreu abzubilden. |
![]() Heilige Familie Die Marke zeigt die Hauptpersonen der Heiligen Nacht, das Jesuskind und seine Eltern Maria und Josef, im Krippenstall. Über dem Dach leuchtet zart und schmal der Stern von Bethlehem. Die beiden Tiere, Ochse und Esel, die, obwohl sie nicht im biblischem Bericht von der Geburt Jesu erwähnt werden, bereits seit frühen Darstellungen der Heiligen Nacht stets unverzichtbar zum Bildmotiv gehören, sind hier im Hintergrund des Stalles dargestellt. Josef hat auf einem Baumstamm Platz genommen, im Gespräch mit einem nicht abgebildeten Gegenüber, während Maria, auf einem Hocker sitzend mit dem Jesuskind auf dem Schoße, sich den Hirten zuwendet. Während der Künstler, der die Lithographie gezeichnet hat, nicht bekannt ist, lässt sich der Verlag, in dem der Bilderbogen gedruckt und vertrieben wurde, genau bestimmen, denn der Bogen trägt am Rand den Aufdruck "Druck und Verlag C. Burckhardts Nachfolger, Weissenburg-Elsass". Unter diesem Namen firmierte zwischen 1888 und 1906 das zweite Nachfolgeunternehmen des einstmals erfolgreichen Bilderbogenverlags des Jean Frederic Wentzel (1807-1869). Den Nachfolgern gelang die Einführung der im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts aufkommenden Farblithographie nicht, so dass das Unternehmen an Bedeutung verlor. Dieser Krippenausschneidebogen ist daher noch schablonenkoloriert, das heißt die Farben sind mit Hilfe einer Schablone von Hand nachträglich auf den Druck aufgetragen. |
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| Detlef Glinski | Isolde Monson-Baumgart | Werner Hans Schmidt |
| Ausgabeland | Deutschland (BRD) |
| Ausgabetag | 13. November 2003 |
| Ausgabeart | Sondermarke |
| Größe in mm: | 35,00 x 35,00 |
| Entwerfer Pwz: | Gerhard Lienemeyer, Offenbach am Main |
| Entwerfer Stempel: | Gerhard Lienemeyer, Offenbach am Main |
| Papier: | nicht bekannt |
| Druckart: | nicht bekannt |
| Druckort: | nicht bekannt |
| Konfektionierung: | nicht bekannt |
| Anordung PWz: | nicht bekannt |
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