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  Andreas Bartl
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  D-60385 Frankfurt
 

Briefmarken-Ausgabe: Goldene Bulle
650 Jahre

Abbildungen und Ausgabeanlaß zur Briefmarke

Bild der Briefmarke ()
Siegel in lateinischer Inschrift
Der Name "Goldene Bulle" leitet sich von einem an der Urkunde befindlichen goldenen Hängesiegel ab, wobei Goldbullen recht häufig für Kaiser- oder Königsurkunden verwendet wurden. Die "Goldene Bulle" Kaiser Karls IV. stellt ein Gesetzbuch in 31 Kapiteln in lateinischer Sprache dar, das vor allem die Wahl des römisch-deutschen Königs und künftigen Kaisers durch die Kurfürsten bis zum Ende des Alten Reiches im Jahr 1806 dauerhaft regelte. Damit gehört sie zu den ältesten Sukzessionsordnungen in Europa. Der erste Teil, der die Kapitel 1-23 umfasst, wurde am 10. Januar 1356 auf dem Reichstag in Nürnberg erlassen, der zweite Teil mit den Kapiteln 24-31 auf dem Reichstag in Metz am 25. Dezember 1356.
Die Wahlordnung verknüpft die Form des Wahl-Königtums mit einem Erb-Kurfürstentum. Die "Goldene Bulle" ist das Ergebnis von Verhandlungen des Kaisers mit den Kurfürsten und diente einerseits der Festlegung der Bestimmungen über das Wahlverfahren wie Geleitschutz auf dem Weg zur Königswahl, Wahlausschreiben, Versammlungstermine, Mehrheitsentscheidung der Anwesenden und Selbstwahl. Andererseits hatte sie den Sinn, durch geschickte Verflechtung von Rechtsgarantien beziehungsweise Rechtsverlusten königlose Zeiten zu vermeiden. Erhalten sind sieben Originalausfertigungen, davon fünf für Kurfürsten (1356) und zwei erst später ausgestellte, aber ebenfalls von Karl IV. besiegelte Exemplare für Frankfurt am Main als Ort der Königswahl (1366) und Nürnberg als Ort des ersten Hoftages (1366/78). König Wenzel, der Sohn Karls IV., ließ von der Urkunde im Jahr 1400 eine prunkvolle Abschrift in Auftrag gegeben, die sich heute im Besitz der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien befindet.
 

Konkurrenzentwürfe zur Briefmarke

Konkurrenzentwurf von Paul Effert Konkurrenzentwurf von Prof. Ernst Kößlinger Konkurrenzentwurf von Karen Scholz
Paul Effert Prof. Ernst Kößlinger Karen Scholz
 

Allgemeine Angaben zur Briefmarke

AusgabelandDeutschland (BRD)
Ausgabetag2. Januar 2006
AusgabeartSondermarke
 

Sonstige Angaben zur Briefmarke

Größe in mm:46,00 x 27,32
Entwerfer Pwz:Antonia Graschberger, München
Entwerfer Stempel:Antonia Graschberger, München
Papier:nicht bekannt
Druckart:nicht bekannt
Druckort:nicht bekannt
Konfektionierung:nicht bekannt
Anordung PWz:nicht bekannt
 

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