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![]() Himmelsscheibe von Nebra und zwei Schwerter Die Himmelsscheibe von Nebra ist einer der wichtigsten archäologischen Funde des vergangenen Jahrhunderts. Sie besteht aus Bronze und besitzt einen Durchmesser von etwa 32 Zentimeter bei einem Gewicht von rund 2,2 Kilogramm. Die Goldauflagen zeigen uns die bislang älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit. Vor 3.600 Jahren wurde sie auf dem Gipfel des Mittelberges bei Nebra niedergelegt. Die Himmelsscheibe wurde nicht in einem Zug hergestellt, sondern mehrfach verändert, indem einzelne Goldobjekte erst später hinzugefügt wurden. Das Bildprogramm der ersten Phase zeigt den Vollmond bzw. die Sonne, den Sichelmond und 32 Sterne. Hinter diesem auf den ersten Blick einfachen Bild verbirgt sich eine Schaltregel, mit der man das Mond- mit dem elf Tage längeren Sonnenjahr in Einklang bringen konnte. Eine schriftliche Überlieferung dieser Regel kennen wir erst 1000 Jahre später aus einem babylonischen Keilschrifttext. Die Regel lautet: Steht eine 4,5 Tage dicke Mondsichel im Frühlingsmonat bei den Plejaden, muss ein Schaltmonat eingelegt werden. Genau dieser Sachverhalt ist auf der Himmelsscheibe verschlüsselt: Die Dicke der goldenen Mondsichel entspricht der im babylonischen Schaltsignal beschriebenen Sichel. In einer späteren Phase wurden seitlich zwei goldene Horizontbögen angebracht, die den Lauf der Sonne zwischen der Winter- und der Sommersonnenwende auf der geographischen Breite Sachsen-Anhalts zeigen. In einer dritten Phase brachte man einen weiteren goldenen Bogen an, der als Himmelsschiff zu deuten ist und ein mythologisches Element darstellt. Später wurde der Rand der Himmelsscheibe gelocht, wahrscheinlich, um sie auf einer Unterlage zu befestigen. Schließlich entfernte man einen der beiden Horizontbögen und weihte die Scheibe den Göttern. |
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| Christoph Beier | Paul Effert | Elisabeth Hau |
| Ausgabeland | Deutschland (BRD) |
| Ausgabetag | 9. Oktober 2008 |
| Ausgabeart | Sondermarke |
| Größe in mm: | 46,00 x 27,32 |
| Entwerfer Pwz: | Markus Weisbeck, Frankfurt am Main |
| Entwerfer Stempel: | Markus Weisbeck, Frankfurt am Main |
| Papier: | nicht bekannt |
| Druckart: | nicht bekannt |
| Druckort: | nicht bekannt |
| Konfektionierung: | nicht bekannt |
| Anordung PWz: | nicht bekannt |
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