Eine private Homepage von Andreas Bartl
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![]() links: Selbstbildnis mit Modell, 1910; Signatur: Namenszug Lovis Corinth; rechts: Morgensonne, 1910 Corinths Ruhm begann nach ersten Erfolgen in München mit seiner Übersiedelung im Jahre 1900 nach Berlin. Dort wurde er zu einem führenden Mitglied der "Berliner Secession" und nach Max Liebermanns Rücktritt 1913 deren Präsident. Bald nach seiner Ankunft hatte er eine Malschule für Frauen gegründet, eine der ersten Schülerinnen war seine spätere Frau Charlotte Behrend. Von ihr schuf er während des gemeinsamen Lebens etwa achtzig Bildnisse. Nicht minder beeindruckend sind seine gut vierzig Selbstbildnisse, in denen er mit rückhaltloser Ehrlichkeit sich selber gegenübertrat. Corinth pflegte einen besonders kraft- und temperamentvollen Malstil. Seine Darstellungen sind oft ungestüm und direkt. Er schuf höchst dramatische Bilder mit religiöser und mythologischer Thematik, aber auch die verschiedensten profanen Ansichten und er war ein ausgezeichneter Porträtist. 1911 erlitt Corinth einen schweren Schlaganfall, der sein Leben nachhaltig veränderte. Mit großer Energie eroberte er sich seine Schaffensmöglichkeiten zurück. Zunehmend ist er nun auch als Grafiker tätig. Die Pinselschrift der Gemälde wird noch großzügiger und freier. Als impressionistisch sind seine Bilder nun kaum mehr zu beschreiben. Sein ganzes künstlerisches Tun gerät in den Bannkreis des Expressionismus. Ab 1919 lebte die Familie während des Sommers in einem Landhaus am Walchensee in Bayern. Hier vor allem entstanden die von großer Frische der Beobachtung zeugenden Landschaften und Blumenstillleben, die sein Alterswerk bestimmen. Corinth malt Fülle und Schönheit trotz zunehmender körperlicher Schwäche. Er sucht nur mehr den farbigen Gesamteindruck zu erfassen, hinter dem die Einzelheiten verschwinden. Als der Künstler 1925 starb, hinterließ er ein großes und vielfältiges Lebenswerk. Corinth, der immer eine enge Beziehung zur Literatur hatte, war auch schriftstellerisch tätig. Er veröffentlichte "Das Erlernen der Malerei" (1909), "Das Leben Walter Leistikows" (1910) und schrieb eine kleine Studie über seine Kindheit in Ostpreußen, bis hin zum Besuch des Gymnasiums und dem Studium in Königsberg. |
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| Kym Erdmann | Irmgard Hesse | Prof. Christoph Gassner |
| Ausgabeland | Deutschland (BRD) |
| Ausgabetag | 3. Juli 2008 |
| Ausgabeart | Sondermarke |
| Größe in mm: | 55,00 x 32,80 |
| Entwerfer Pwz: | Irmgard Hesse, München |
| Entwerfer Stempel: | Irmgard Hesse, München |
| Papier: | nicht bekannt |
| Druckart: | nicht bekannt |
| Druckort: | nicht bekannt |
| Konfektionierung: | nicht bekannt |
| Anordung PWz: | nicht bekannt |
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