Eine private Homepage von Andreas Bartl
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![]() Gedicht "Der Briefmark" von Ringelnatz; Scherenschnitt "Ringelnatz" von Ernst Moritz Engert Die Philatelie hat ihm viel zu verdanken. Denn es war Joachim Ringelnatz, der - viele Jahre, nachdem die erste Briefmarke sich auf die postalische Reise gegeben hatte - das lang verborgene Geheimnis enthüllte, dass auch Postwertzeichen ein Gefühlsleben, ein manchmal schweres Schicksal und - vor allem - ein Geschlecht besitzen: "Ein männlicher Briefmark erlebte Was Schönes, bevor er klebte. Er war von einer Prinzessin beleckt. Da war die Liebe in ihm erweckt. Er wollte sie wiederküssen, Da hat er verreisen müssen. So liebte er sie vergebens. Das ist die Tragik des Lebens." Im Jahre 1912, als er diese Verse schrieb, hatte er sein Pseudonym noch nicht erfunden. Geboren wurde er am 7. August 1883 im sächsischen Wurzen bei Leipzig unter dem bürgerlichen Namen Hans Gustav Bötticher. Erst 1919 legte er, der seit seiner Jugend eine Laufbahn als Schriftsteller anstrebte, sich seinen berühmten Künstlernamen zu. Ab 1901 ist er zur See gefahren. Ab 1905 begann dann eine ruhelose Zeit mit beständigen Orts- und Berufswechseln. Mal Bibliothekar, mal fahrender Musikant, mal Gelegenheitsarbeiter auf dem Jahrmarkt. Bei Kriegsausbruch 1914 wurde er zur Kaiserlichen Marine eingezogen. Sein immenser Erfolg begann rasch nach dem Ersten Weltkrieg, als er sein Pseudonym und sein literarisches altes Ego, den anarchischen Seemann Kuttel Daddeldu erfand. 1920 schloss er die Ehe mit Leonharda Pieper. Bis 1930 lebte das Ehepaar in München. Sein bis heute ungebrochener Ruhm, den er nicht nur seinen komischen Werken, sondern auch vielen ernsthaften Gedichten und Prosatexten verdankte, stand auf dem Höhepunkt. Die Nazis setzten dem ein abruptes Ende. Ringelnatz Bücher und Auftritte wurden verboten. Buchstäblich über Nacht verarmte das Paar. Als der Dichter an Tuberkulose erkrankte, konnte er die ärztliche Behandlung nicht selbst finanzieren. Joachim Ringelnatz starb am 17. November 1934, im Alter von nur 51 Jahren. |
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| Prof. Gert Aretz / Oliver Aretz | Lutz Menze | Susanne Osterlee |
| Ausgabeland | Deutschland (BRD) |
| Ausgabetag | 7. August 2008 |
| Ausgabeart | Sondermarke |
| Größe in mm: | 35,00 x 35,00 |
| Entwerfer Pwz: | Prof. Victor Malsy, Willich (Miturheber auch Güldah Edis und Thomas Meyer) |
| Entwerfer Stempel: | Prof. Victor Malsy, Willich (Miturheber auch Güldah Edis und Thomas Meyer) |
| Papier: | nicht bekannt |
| Druckart: | nicht bekannt |
| Druckort: | nicht bekannt |
| Konfektionierung: | nicht bekannt |
| Anordung PWz: | nicht bekannt |
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