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![]() Gemälde von Georg Flegel - Stillleben mit Käse und Kirschen Georg Flegel gilt als der erste deutsche und in Europa zugleich als einer der bedeutendsten Stilllebenmaler des frühen 17. Jahrhunderts. Er wurde 1566 im mährischen Olmütz geboren. Nach 1580 begann er seine Lehre in der Werkstatt des damals in Linz tätigen flämischen Malers Lucas van Valckenborch. So wirkten auf den jungen Künstler die Einflüsse der niederländischen Malerei, ohne dass er selbst je die Niederlande bereist hätte. Im Linzer Atelier spezialisierte sich Flegel auf die Stilllebenmalerei, indem er in die großformatigen Tafelgesellschaften oder in die Markt- und Gartenstücke seines Meisters Blumen, Obst und Gemüse einfügte. Als van Valckenborch um 1592/93 seine Werkstatt nach Frankfurt am Main verlegte, ging Flegel mit. Die wirtschaftlich aufstrebende und in Religionsfragen als tolerant geltende Stadt lockte damals viele ihres Glaubens wegen verfolgte Künstler an. Flegel erwarb das Bürgerrecht und arbeitete bis zu seinem Tod im Jahr 1638 als selbstständiger Maler in Frankfurt. In der Wertschätzung der damaligen Zeit galten Stillleben noch als "mindere Gebrauchskunst". Doch um das Jahr 1600 war die Nachfrage nach diesen Werken gestiegen. Flegel orientierte sich bei der Auswahl der Früchte, Blumen und Accessoires am Geschmack seiner Auftraggeber, der privilegierten Frankfurter Klientel. So dokumentieren seine Gemälde die luxuriöse Lebensweise einer wohlhabenden Kaufmanns- und Bürgerschicht in der reichen Handelsstadt. Das kleine Stuttgarter Gemälde entstand drei Jahre vor Flegels Tod. Es erscheint wie das Arrangement einer sparsamen Vesper. In auffallendem Kontrast zur Schlichtheit der kargen Mahlzeit steht der silbern glänzende Zinnteller, der fast die gesamte Fläche des Tischbretts einnimmt. |
| Ausgabeland | Deutschland (BRD) |
| Ausgabetag | 8. Oktober 2009 |
| Ausgabeart | Sondermarke |
| Größe in mm: | 35,00 x 35,00 |
| Entwerfer Pwz: | Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main |
| Entwerfer Stempel: | Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main |
| Papier: | Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2 |
| Druckart: | Mehrfarben-Offsetdruck |
| Druckort: | Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig |
| Konfektionierung: | Zehnerbogen 210 x 105 mm |
| Anordung PWz: | 5 PWz nebeneinander, 2 PWz untereinander |
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