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![]() Frühneuzeitlicher Fachwerkbau in Alsfeld (Hessen) (45) Der Rathausbau von 1512-16 prägt den Marktplatz der mittelhessischen Stadt Alsfeld. Das steinerne Erdgeschoss des anspruchsvollen Bauwerks ist durch große Spitzbogenarkaden als Markthalle gestaltet. Darüber erheben sich zwei Geschosse in klarer, schnörkelloser und kräftig dimensionierter Fachwerkkonstruktion. Das Gerüst des Stockwerkbaus, zu zwei Seiten hin zudem von hervortretenden Runderkern mit spitz aufragenden Dachhelmen gegliedert, zeigt dabei bereits die Formensprache und die Konstruktionsprinzipien der frühen Neuzeit. Eine steile Satteldachkonstruktion mit Krüppelwalmen trägt maßgeblich zu der gleichzeitig grazil, wie baulich dominant wirkenden Erscheinung des Gebäudes bei. Das Rathaus in Alsfeld zählt ungeachtet seiner spätmittelalterlichen Gesamterscheinung zu den besonders frühen Beispielen des neuzeitlichen Fachwerkbaus in Mitteldeutschland. |
![]() Frühneuzeitlicher Fachwerkbau in Hartenstein (Sachsen) (55) Der nach einer Inschrift in einer Kartusche über dem Eingangsportal 1625 errichtete Gasthof „Weißes Roß“ zu Hartenstein (Sachsen, Erzgebirge) beherrscht die Westseite des dahin ansteigenden Marktplatzes. In Ecklage zur Straße nach Zwickau erhebt sich zum Markt über dem in Stein errichteten, verputzten Erdgeschoss ein stattlicher Fachwerkgiebel unter einem Krüppelwalm. Das Erdgeschoss zeigt durch das außermittig angeordnete, reich gezierte Portal mit vorgelegter Treppe die zu Markt und Straße orientierte ehemalige große Gaststube. Das Fachwerk gehört mit seiner Zier zu den prächtigsten Beispielen in Sachsen. Durch den frühen Steinbau hat sich der Fachwerkbau im Gebiet des heutigen Freistaates nicht so reich entwickelt wie in anderen Regionen. Im Erzgebirge sind dennoch aufwändig gezierte Gefüge errichtet worden, die Einflüsse aus den Fachwerkhauslandschaften in Thüringen, Franken und Hessen zeigen. Dazu gehören am Gasthof in Hartenstein die mit Schiffskehlen gezierten Füllhölzer und Schwellen, doppelte Andreaskreuze und auch die V-förmig in die Gefache zwischen den Fensterachsen eingefügten Hölzer. Das lineare Erscheinungsbild der Zier entspricht der Bauzeit des Hauses, bewegte Formen zeigen erst jüngere Fachwerke in Sachsen ab der Mitte des 17. Jahrhunderts. |
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| Lutz Menze | Professor Dieter Ziegenfeuter | Joachim Rieß |
| Ausgabeland | Deutschland (BRD) |
| Ausgabetag | 7. April 2011 / 7.4.2011 |
| Ausgabeart | Sondermarke |
| Größe in mm: | 34,89 x 34,89 |
| Entwerfer Pwz: | Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund |
| Entwerfer Stempel: | Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund |
| Papier: | Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2 |
| Druckart: | Mehrfarben-Offsetdruck |
| Druckort: | Bundesdruckerei GmbH, Berlin |
| Konfektionierung: | Zehnerbogen 209 x 104 mm |
| Anordung PWz: | 5 PWz nebeneinander, 2 PWz untereinander |
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