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![]() Frühjahrsferien in Deutschland © mauritius images/Andreas Kitting (55) Mit dem Thema Ferien in Deutschland erinnern die jahreszeitlichen Motive der Briefmarken an eine Einrichtung, die auf denBlick als selbstverständlich erscheint, aber historisch gesehen noch sehr jung ist: nämlich die Schulferien. Ferien können Kinder erst genießen, seit es die allgemeine Schulpflicht in Deutschland gibt, die vor etwa 200 Jahren eingeführtwurde. Die schulfreie Zeit beschränkte sich in den Anfängen fast nur auf die kirchlichen Feste und Sonntage. Später kamen die oder Wochen hinzu, während derer wegen Jahrmärkten oder Messen der Schulunterricht unterbrochen wurde. Und vereinzelt gab es an heißen Sommertagen halbe oder ganze Tage frei. Der Forderung von Ärzten nach Erholung für Schüler und Lehrer ist es angeblich zu verdanken, dass vor etwa 100 Jahren geregelte Sommerferien von mindestens sechs Wochen eingeführt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Trennung in zwei deutsche Staaten gab es dann unterschiedliche Ferienordungen. In der BRD wurden die Ferien von der Länderebene aus geregelt, während dies in der damaligen DDR vom Staat aus geschah. Die Kultusminister der Länder legen die Ferienzeiten fest: Sie verständigen sich darüber in der Ständigen Konferenz der Kultusminister. Als Basis zur Festlegung dient das Hamburger Abkommen der Länder über Dauer des Schuljahres, der Schulpflicht und der Ferien. Um Verkehrsstaus zu vermeiden gibt es in Deutschland unterschiedliche Anfänge der Sommerferien in den Bundesländern. Die Frühjahrsferien oder Osterferien dauern je nach Bundesland zwei Wochen. Zeitlich sind die Osterferien an das wechselnde Datum des Osterfestes gebunden, das seit dem ökumenischen Konzil von Nicäa im Jahr 325 einheitlich an einem Sonntag nach dem jüdischen Passahfest und nach Frühlingsbeginn gefeiert wird. Die Sommerferien liegen am Ende des Schuljahres und gehen auf die Hundstagsferien vom 24. Juli bis 24. August zurück. Der Name kommt ursprünglich von Sirius, dem Hundsstern. Sonderregelungen bestehen für die Inseln Sylt, Föhr, Amrum und Helgoland sowie die Halligen. Die Herbstferien sind die erste längere unterrichtsfreie Periode nach Beginn des Schuljahres. Sie dauern je nach Bundesland ein oder zwei Wochen im Oktober oder November und gehen auf die früheren Kartoffelferien zurück. Noch bis in die 1960er Jahre war es üblich, dass Bauernkinder von der Schulpflicht bereit wurden, um auf dem heimischen Hof mitzuarbeiten. Die Winterferien hatten in der DDR ihre Tradition. Sie dauerten drei Wochen und fanden meist in der 2. bis 4. Februarwoche statt. Kurz vor Weihnachten bis nach Neujahr gab es die Ferien zum Jahreswechsel. Im Ferienkalender der alten Bundesländer tauchen Winterferien erstmals 1987/88 auf, und zwar in Baden-Württemberg. Bis dahin lag der Schwerpunkt der schulfreien Zeiten im Winter um das Weihnachtsfest herum, und die Weihnachtsferien begannen meist zum oder nach Eintritt des astronomischen Winters am 21. oder 22. Dezember. |
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| Andreas Ahrens | Katrin Gammerschlag / Marcus Chwalczyk | Prof. Johannes Graf |
| Ausgabeland | Deutschland (BRD) |
| Ausgabetag | 1. März 2012 / 01.03.2012 |
| Ausgabeart | Sondermarke |
| Größe in mm: | 44,20 x 26,20 |
| Entwerfer Pwz: | Andreas Voß-Acker, Wuppertal |
| Entwerfer Stempel: | Andreas Voß-Acker, Wuppertal |
| Papier: | Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2 |
| Druckart: | Mehrfarben-Offsetdruck |
| Druckort: | Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig |
| Konfektionierung: | Zehnerbogen 115 x 158 mm |
| Anordung PWz: | 2 PWz nebeneinander, 5 PWz untereinander |
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