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Briefmarken-Ausgabe: Gerhard Mercator
500. Geburtstag

Abbildungen und Ausgabeanlaß zur Briefmarke

Bild der Briefmarke (500. Geburtstag Gerhard Mercator)
Doppelportrait Mercator und Hondius (Kupferstich, koloriert, Ausschnitt) (220)
Gerhard Kremer wurde am 5. März 1512 als Sohn eines Schusters in Rupelmonde bei Antwerpen geboren. 1530 begann er an der Universität Löwen ein Studium der Philosophie, Mathematik und Astronomie. Wie unter Humanisten üblich, latinisierte er seinen Namen und nannte sich seitdem Gerardus Mercator. Er erlernte den Bau von Vermessungsgeräten und Globen und arbeitete selbständig als Kartograph, Landvermesser und Instrumentenbauer. Seine Arbeiten waren für ihre große Exaktheit und Detailgenauigkeit berühmt. 1536 heiratete er die Bürgertochter Barbara Schellekens und zeugte sechs Kinder mit dieser. In Löwen wo die Hochzeit statt fand, fertigte er seine ersten kartographischen Werke z.B. die Flandernkarte (1540). Trotz seines schon damals weit über die Grenzen der spanischen Niederlande hinaus reichenden Ruhmes wurde er im Februar 1544 unter dem Verdacht der Ketzerei verhaftet. Mehrere Monate war er im Kastell von Rupelmonde eingekerkert und kam erst durch die Fürsprache einflussreicher Persönlichkeiten frei. Im Jahr 1552 zog die Familie Mercator nach Duisburg, ausschlaggebend waren die liberalen Einstellungen des Herzogs von Jülich-Kleve-Berg in Religionsfragen und Mercators Hoffnung auf einen Lehrstuhl an der geplanten Duisburger Universität.
1558 erwarb er ein Anwesen und arbeitete dort auch für den Landesherren Herzog Wilhelm den Reichen, der Mercator im Jahre 1563 zum Herzoglichen Kosmographen ernannte. In Duisburg schuf Mercator den bedeutendsten Teil seiner Lebenswerke z.B. die Europakarte (1554, 2. Auflage 1572). Zu großer Bekanntheit gelangte Gerhard Mercator mit seiner 1569 herausgegebenen Weltkarte Ad usum navigantium, die zum Gebrauch für die Schifffahrt bestimmt war. Diese genial konzipierte Wandkarte, die nach einem neuen Gradnetzentwurf angefertigt wurde, der heute die Bezeichnung Mercator-Projektion trägt und seitdem für See- und Landkarten und in der Luft- und Raumfahrt Verwendung findet, verbürgte jene Genauigkeit, die notwendig war, ein angesteuertes Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Berühmt und hoch angesehen starb Gerhard Mercator am 2. Dezember 1594 im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in Duisburg. Er wurde in der Salvatorkirche bestattet. Dort erinnert eine Gedenktafel der Erben an den großen Kosmographen.
 

Konkurrenzentwürfe zur Briefmarke

Konkurrenzentwurf von Prof. Florian Pfeffer Konkurrenzentwurf von Jochen Berthold Konkurrenzentwurf von Detlef Glinski
Prof. Florian Pfeffer Jochen Berthold Detlef Glinski
 

Allgemeine Angaben zur Briefmarke

AusgabelandDeutschland (BRD)
Ausgabetag1. März 2012 / 01.03.2012
AusgabeartSondermarke
 

Sonstige Angaben zur Briefmarke

Größe in mm:35,00 x 35,00
Entwerfer Pwz:Prof. Iris Utikal und Prof. Michael Gais, Qwer, Köln
Entwerfer Stempel:Prof. Iris Utikal und Prof. Michael Gais, Qwer, Köln
Papier:Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Druckart:Mehrfarben-Offsetdruck
Druckort:Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Konfektionierung:Zehnerbogen 210 x 105 mm
Anordung PWz:5 PWz nebeneinander, 2 PWz untereinander
 

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